Open Menu

Afrikanische Naturheiler

Gedanken über eine Reise zu den afrikanischen Schamanen

Unsere Träume wurden Wirklichkeit! Wir saßen nächtelang am Lagerfeuer in der Kalahari, hörten Märchen und Mythen, diskutierten und lauschten den Klängen des afrikanischen Buschs. Da gab es keine Hast. Wir ließen die Buschmänner zu uns zu kommen. Und sie kamen und beschenkten uns mit ihrem Lachen und Vertrauen. Sie nahmen uns an den Händen, wir kletterten mit den Kindern auf Bäume und tanzten mit ihnen ums Feuer. Wir durften an ihren Ritualen teilnehmen. Unvermittelt waren wir inmitten eines Trancetanzes: der Schamane heilte sein Volk. Fasziniert, sprachlos und dankbar erlebten wir ein uraltes Heilritual.

Eine neue Idee war bald geboren: wir suchen Schamanen, Naturheiler, Kräuter- und Medizinmänner, die nicht etwa für Touristen eine kurze Vorführung improvisieren, sondern ihre Berufung wahrnehmen. Es hat zwar lange gedauert, aber wir haben sie mit der Hilfe von Dr. Thomas Kölble - Professor an der Witwatersrand Universität - gefunden. Ein herzliches Dankeschön für seine Hilfe!

Einer unserer wissenschaftlichen Begleiter und Betreuer wird wieder Dr. Hansueli Etter, Privatdozent für Anthropologie und analytische Psychologe, sein, der sich seit Jahren mit der Kultur und Lebensweise der Urvölker befasst und unsere bisherigen Reisen zu den Buschmännern mit großem Erfolg begleitete. Unser zweiter Begleiter wird Prof. Weisser sein, ein in Chile geborener Auslanddeutscher, der an einer chilenischen Universität Biologie studierte und sich in Österreich auf Botanik spezialisierte, wo er auch promovierte. Im Jahre 1972 heiratete er eine Südafrikanerin. Die beiden verlegten ihr Domizil nach Pretoria. Zur Zeit ist er Professor für Botanik an der Venda Universität. Durch seine Arbeit mit den Venda Studenten und dem Gebrauch von Pflanzen als Heilmittel gewann er Einsicht in die Arbeit von Naturheilern und Medizinmännern. Durch Professor Weisser werden wir die Möglichkeit haben, Menschen kennen zu lernen, die außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen.

Diese Reise ist nichts für den reinen Vergnügungstouristen - sie kann jedoch sehr wohl Vergnügen bereiten. Sie soll einen tiefer gehenden Eindruck vom ursprünglichen Leben in Afrika hinterlassen und uns zum Nachdenken anregen. Zum ersten mal wurde diese Reise im Oktober 2000 mit dem Anthropologen und Psychologen Dr. Hansueli Etter mit beachtlichem Erfolg durchgeführt. Seine kurze Einführung – wir können es nicht besser darstellen - soll einen Einstieg in die Gedankenwelt der Schamanen vermitteln - eine kleine Verständnishilfe, die Welt um uns herum aus einer anderen Perspektive zu betrachten:

"Naturnahe Kulturen besaßen und besitzen noch immer ein reiches Wissen über die heilende Wirkung von Naturprodukten, das bei uns teilweise verloren ging und erst in jüngster Zeit wieder entdeckt wird. Bei alltäglichen Erkrankungen und kleineren Verletzungen kennen sie aus Erfahrung viele Möglichkeiten, ihre Mittel anzuwenden, die die natürliche Heilung fördern helfen. Dem Heilprozedere voraus geht normalerweise eine sorgfältige Diagnose, die dem Heiler vor allem klar macht, ob er in der Lage ist, die Krankheit mit seinen Mitteln zu heilen. Gesundheit ist für Naturvölker aber nie nur ein individuelles Problem, sondern hängt - in überraschender Übereinstimmung mit den Richtlinien der WHO - von den Beziehungen und Verbindungen ab, die der Einzelne hat. Wird ein Mensch ernsthaft krank, ist etwas in seinem Beziehungsmuster in Unordnung geraten. Das kann sowohl äußere als auch innere Ursachen haben.

Seit alters war der berufene Heiler immer auch Priester, denn er wusste, dass das Heilende nur aus dem Heiligen kommen konnte. Wenn gar Geister, Dämonen oder höchste Götter für die Erkrankung eines Menschen verantwortlich gemacht werden mussten, so blieb dem Heiler nur noch eines: Er versuchte mit diesen Mächten durch Rituale oder Jenseitsreisen in Beziehung zu treten. Manchmal muss er dabei mit Dämonen unter Lebensgefahr kämpfen oder sie durch Opfergaben gütig stimmen. Immer aber ist er derjenige, der sich unter größten körperlichen und geistigen Anstrengungen den Kräften ausliefert, die sein menschliches Vermögen weit übersteigen, weshalb diese als numinos oder göttlich erlebt werden. Er ist der Experte im Umgang mit unter- und übermenschlichen Mächten, ob sie nun förderlich oder zerstörend sind.

In Schwarzafrika hat diese schamanistische Auffassung über Krankheit und Heilung tiefe Wurzeln und lebt noch heute neben der modernen Medizin mehr oder weniger offiziell weiter. Auf unserer letzten Reise zu den Buschleuten in der Kalahari von Namibia bestritt ein junger Buschmann, je etwas von den traditionellen Heilmethoden, insbesondere von der Heilung durch Trance, gehört zu haben, bis vor unseren Augen der alte Heiler seines Dorfes am nächtlichen Feuer in Trance fiel und spontan Heilrituale an seinen Mitmenschen vollzog. Da musste er zugeben, dass sie zwar einige Male im Jahr von schwarzen Sanitätern besucht werden, dazwischen aber ihre alten und bewährten Heilmethoden anwenden.

Unsere 14-tägige Reise nach Südafrika hat zum Ziel, mehrere traditionelle Heiler zu besuchen und mit ihnen persönliche Erfahrungen zu sammeln. Von Ethnologen erhalten wir zwischendurch die wissenschaftlichen Informationen. Das Erlebte versuchen wir aus der Sicht der Tiefenpsychologie zu verstehen, denn diese Art von Heilung geht von der unbewussten Seele aus, die zum Körper in einer wechselseitigen Beziehung steht. Dazwischen halten wir uns immer wieder in der afrikanischen Natur auf. Einerseits können sich die Erlebnisse dadurch setzen und verdichten. Andererseits müssen auch wir uns mit der afrikanischen Natur zu verbinden suchen, da Krankheit Ausdruck einer Störung in der Beziehung ist."
(Hansueli Etter)
 

Zu den Wurzeln unserer Medizin
Jährlich im September und Oktober

Samstag, 1. Tag
Linienflug Frankfurt/Zürich - Johannesburg mit South African Airways.

Sonntag, 2. Tag A/Ü/F
Ankunft am internationalen Flughafen Johannesburg. Nach den Einreiseformalitäten werden wir von Herrn Prof. Weisser erwartet und begrüßt. Die Fahrt zu unserem Hotel wird mit einer Pretoria-Stadtrundfahrt bereichert. Übernachtung im "Shangri-La Hotel" in Nylstroom.

Montag, 3. Tag A/Ü/F
Heute erwartet uns eine lange Fahrt. Der Weg führt uns durch die Northern Province an runden Hütten vorbei und schlängelt sich durch die dünn besiedelte Gegend in das Land der Venda. Die Bevölkerung betreibt Landwirtschaft und ist Meister des Kunsthandwerks. Das Land der Sagen und Legenden blieb bisher von fremden Einflüssen fast verschont, die Natur weitgehend unangetastet. Die alten Mythen und Legenden beeinflussen das Alltagsleben der Bevölkerung bis in die Gegenwart. Sie sind davon überzeugt, dass Geister in Flüssen und Seen hausen, und unzählige Geschichten ranken sich um Wasserelfen. Wir werden die Zeit aber auch nützen um unsere beiden Reiseleiter kennen zu lernen und ihnen zuzuhören. Gegend Abend kommen wir in der hübschen Provinz-Stadt Louis Trichardt an und übernachten im "The Mountain View Hotel".

Dienstag, 4. Tag A/Ü/F
Heute werden wir zum ersten Mal Peggy Ramuedi begegnen. Sie wuchs als Ziegenhirtin auf und hatte ein sehr schweres Leben. Sie wurde von ihren Eltern und später auch von ihrem Mann verkauft und misshandelt, sowie mit den Kindern alleine gelassen. Die harten Zeiten scheinen allerdings vorbei zu sein. Dank ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten ist Peggy heute eine ständige Mitarbeiterin der Venda Universität, wirkt als Venda-Kulturbrücke und ist Dolmetscherin zwischen zwei Welten. Sie begleitet uns während mehrerer Tage. Wir fahren mit ihr nach Makhado und weiter in Richtung Willie's Poort, wo wir den Medizinmann John besuchen, der sich auf Geisteskrankheiten spezialisiert hat. Er diagnostiziert mit "dolos" (Knochen, Pflanzen und Muscheln) und handelt mit Kräutern. Unterwegs haben wir Gelegenheit, Baobabbäume - die auch als "König der Bäume" oder Affenbrotbäume bekannt sind - und andere typische Pflanzen des Gebietes kennen zu lernen, wobei uns deren Gebrauch auch erläutert wird. Am späteren Nachmittag kehren wir wieder zum "The Mountain View Hotel" zurück.

Mittwoch, 5. Tag A/Ü/F
Heute ist eine Wanderung in den Soutpansbergen mit Besuch der Ruinen der ersten weißen Ansiedlung angesagt. In Louis Trichardt besuchen wir Frau Helga Giesekke, Tochter einer der ersten Missionare. Während einer Fahrt nach Chacuma dürfen wir uns über die Schilderungen der Geschichte des Gebietes erfreuen, die sie mit großer Begeisterung und sehr liebevoll vermittelt. Rückfahrt zum "The Mountain View Hotel".

Donnerstag, 6. Tag A/Ü/F
Wir fahren nach Sibasa und besuchen den Medizinmann Herrn Tuwani. Er ist etwa 50 Jahre alt und bedient mit seiner Medizinkunst die Stadtleute. Er braucht Pflanzen und Tierprodukte zur Heilung, diagnostiziert mit einer durch die Geister der Vorfahren gesteuerten Prozedur und würfelt auf einer Matte auch "dolos". Unterwegs besuchen wir einen weiteren Medizinmann, der einen Heilmedizin-Laden "Mutishop" besitzt und von dort aus seine Patienten betreut. Auf dem Rückweg besichtigen wir die Ruinen der deutschen Missionsstation Georgenholz bei Makonde, bevor wir wieder zum Hotel zurückkehren. Abendessen, Übernachtung und Frühstück im "The Mountain View Hotel".

Freitag, 7.Tag A/Ü/F
Fahrt über Messina durch eine typisch afrikanische, vom Mopane-Baum dominierte Landschaft nach Thipise. Wir werden einen Medizinmann bei Sagole treffen. Anschließend haben wir die Möglichkeit, in den Thermalbädern ein Bad zu genießen. Danach fahren wir durch wunderschöne Baobab-Landschaften zum Wallers Camp. Dieses Camp ist ideal für Naturliebhaber. Die Lodge ist aus natürlichem Material gebaut und liegt an einem Fluss mit herrlichem Ausblick inmitten des afrikanischen Buschs. Übernachtung im Wallers Camp.

Samstag, 8. Tag A/Ü/F
Wir brauchen ein bisschen Ruhe in der Natur, um die erlebten Eindrücke zu verarbeiten. Unsere drei Begleiter, Dr. Etter, Dr. Weisser und Peggy werden uns auf eine Wanderung in einer ursprünglichen Landschaft entlang des Mutale-Flusses mitnehmen. Die Übernachtung erfolgt im Wallers Camp.

Sonntag, 9. Tag Ü/F
Fahrt durch den Krüger-Nationalpark nach Thohoyandou. Am Nachmittag besuchen wir Betty, eine Hellseherin die durch "Trancebeten" ihre Heilungen vollzieht. Sie segnet auch Wasser, das zur Heilung benützt wird. Bei den Vendas können wir einen traditionellen Imbiss kosten. Am späteren Abend kommen wir zum Venda Sun Hotel, wo wir zwei Mal übernachten werden.

Montag, 10. Tag Ü/F
Wir treffen den Dozenten E. Mabogo der Universität von Venda. Herr Mabogo ist auf Heilpflanzen spezialisiert und wir werden einer Vorlesung (in Englisch) über Heilmedizin und Heilmethoden der Vendas beiwohnen. Am Nachmittag begleitet uns Herr Mabogo zu Venda Siedlungen, wo wir die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen, und wo uns die Heilpflanzen erklärt werden. Videovorführung und Mittagessen sind eingeschlossen. Übernachtung im Venda Sun Hotel.

Dienstag, 11. Tag A/Ü/F
Abfahrt vom Venda Sun durch Dörfer der Vendas in Richtung Elim zum "Gebiet der Regenkönigin". Unterwegs kommen wir in den Genuss einer Demonstration des Medizinmannes Newhulamba. Anschließend besuchen wir ein Museum im Modjadji Nature Reserve. Das Reservat wurde zum Schutz einer Cycadeenart, des bis zu 13 Meter hohen Modjadji-Palmfarns, eingerichtet. Der Name dieses eigenartigen Baumes geht auf eine Regenkönigin zurück, um deren geheimnisvolle Kräfte man noch heute während der Trockenperiode mit Opfergaben wirbt. Übernachtung im Aventura Eiland Resort.

Mittwoch, 12. Tag A/Ü/F
Fahrt in den Krüger-Nationalpark. Auf dem Weg zum Rastlager kommen wir bereits in den Genuss erster Wildbeobachtungen. Im Rastlager werden wir eine typisch südafrikanische Braai-Party oder Grillabend genießen. Übernachtung im Rastlager.

Donnerstag, 13. Tag A/Ü/F
Ganztägige Wildbeobachtungsfahrt im Krüger-Nationalpark. Übernachtung im Rastlager.

Freitag, 14. Tag
Rückfahrt nach Johannesburg und Transfer zum Flughafen für den Rückflug nach Deutschland /Schweiz.

Samstag, 15. Tag
Ankunft in Frankfurt / Zürich.


Eine individuelle Verlängerung ist im Anschluss an alle Rundreisen jederzeit möglich. Wir sind Ihnen bei der Ausarbeitung Ihres maßgeschneiderten Anschlussprogramms gerne behilflich.

Sie bleiben einige Tage in Namibia, sei es um eine Flugsafari zur Skelettküste oder zum Sousussvlei zu unternehmen, zum Golfen, einige Tage Tierbeobachtungen in der Etosha Pfanne, oder Sie fliegen nach Kapstadt, wo Sie einige Tage in einem Hotel verbringen und individuelle Tagestouren etc. unternehmen, Weingebiete besuchen, oder Sie fliegen nach Mauritius für eine Woche zum Baden oder Tauchen. Auch hier wird Ihnen ein Programm mit verschiedenen Exkursionen geboten. Oder, oder, oder... Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Besprechen Sie mit uns Ihre Wunschvorstellungen!

Richtpreise 2004:
Reisepreis: EUR 4’290.-
Einzelzimmerzuschlag: EUR 300.-
Mindestteilnehmer 10, max. 16 Personen
Im Preis inbegriffen:
* Flüge ab und bis Frankfurt /Zürich
(Anschlussflug-Möglichkeit auf Anfrage)
* 12 Übernachtungen
* Mahlzeiten, wie im Programm beschrieben (Ü/F: Übernachtung mit Frühstück; A/Ü/F: Abendessen, Übernachtung, Frühstück)
* Eintrittsgelder laut Programm
* Transport im privaten Reisebus
* deutschsprachige, wissenschaftliche Reiseleitung (Herr PD Dr. Etter, Prof. Dr. Pablo Weisser und lokale Guides)
Nicht im Preis inbegriffen:
* Mahlzeiten, die nicht im Programm erwähnt sind
* Weitere Unterkünfte
* Transfers, die nicht im Programm erwähnt sind
* Persönliche Ausgaben
* Trinkgelder
* Getränke
* Flughafen- und Sicherheitstaxen
* Reiseversicherung

Interessiert? Klicken Sie hier, um zu einem Kontaktformular zu gelangen. Wir schicken Ihnen gerne unsere Daten, Preise und Detailprogramme.

 

Home | Warum Zingg? | Safaris | Specials | News | Kontakt | FAQ

HomeEmail